A Contribution to the Theory of Economic Growth” von Robert Solow (1956)
A Contribution to the Theory of Economic Growth” von Robert Solow (1956)

A Contribution to the Theory of Economic Growth” von Robert Solow (1956)

A Contribution to the Theory of Economic Growth von Robert Solow (1956)

In seinem einflussreichen Aufsatz „A Contribution to the Theory of Economic Growth“ entwickelt Robert Solow ein Modell, das die langfristigen Determinanten des Wirtschaftswachstums untersucht. Solow’s Modell, oft als Solow-Wachstumsmodell bezeichnet, hat tiefgreifende Auswirkungen auf das Verständnis der Wachstumsökonomie und liefert wichtige Einsichten darüber, wie verschiedene Faktoren das Wachstum beeinflussen.

Hauptthesen und Argumente:

  1. Kapitalakkumulation und technologischer Fortschritt:
    • Solow argumentiert, dass langfristiges Wirtschaftswachstum nicht nur von der Akkumulation von Kapital abhängt, sondern auch von technologischem Fortschritt. Während die Akkumulation von Kapital zu steigenden Produktionsniveaus führt, zeigen abnehmende Grenzerträge, dass Kapital allein nicht zu stetigem Wachstum führen kann.
    • Technologischer Fortschritt wird als exogener Faktor eingeführt, der es ermöglicht, die Produktivität der Produktionsfaktoren zu steigern und langfristiges Wachstum aufrechtzuerhalten.
  2. Die Rolle der Sparquote und Bevölkerungswachstum:
    • Solow untersucht, wie die Sparquote und das Bevölkerungswachstum das Gleichgewichtsniveau des Pro-Kopf-Kapitals und des Pro-Kopf-Einkommens beeinflussen. Höhere Sparquoten führen zu höheren Kapitalniveaus pro Kopf, was wiederum zu höherem Pro-Kopf-Einkommen führt.
    • Andererseits tendiert eine höhere Bevölkerungswachstumsrate dazu, das Pro-Kopf-Kapital zu verdünnen, was die Wachstumsrate des Pro-Kopf-Einkommens verringern kann.
  3. Stetiger Zustand (steady state):
    • Im Solow-Modell strebt eine Volkswirtschaft langfristig einen „steady state“ an, in dem das Pro-Kopf-Kapital und das Pro-Kopf-Einkommen stabil sind. In diesem Zustand gleichen die Investitionen die Abschreibungen und das Bevölkerungswachstum aus.
    • Ein entscheidender Beitrag des Modells ist die Erkenntnis, dass Unterschiede in den Wachstumsraten der Pro-Kopf-Einkommen zwischen Ländern hauptsächlich durch Unterschiede in den technologischen Fortschritten und in der Effizienz der Nutzung von Kapital und Arbeit erklärt werden können.

Einfluss und Bedeutung:

Solows Modell brachte eine bedeutende methodologische Wende in der Wachstumsökonomie, indem es die Bedeutung von technologischem Fortschritt und Kapitalakkumulation hervorhob. Es legte den Grundstein für die moderne Wachstumstheorie und beeinflusste die ökonomische Politik weltweit. Die Idee, dass langfristiges Wachstum durch technologische Innovationen und nicht nur durch Kapitalanhäufung getrieben wird, bleibt ein zentrales Element in der Analyse des Wirtschaftswachstums.