Marktwirtschaft
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Ein einfaches liberales Programm

In Wahlkampfzeiten ist es eigentlich ungünstig über Programme zu reden. Als Leser könnte man geneigt sein, das für das übliche Theater zu halten, das als Kulisse für die Stimmabgabe dient. Indes fällt das folgende Programm gleich dreifach aus dem Rahmen: Es ist zeitlos gut. Es ist attraktiv liberal. Und es ist gut für das Gemeinwohl.Das Stenogramm eines konsequent liberalen Programms:Freiheit und Marktwirtschaft sind das Beste für Arme und Benachteiligte, für Verbraucher und Unternehmer, für Arbeitgeber …

Et tu felix Austria!

In Wien gibt es ein Österreichisches Institut – für Ökonomik und Sozialphilosophie. Unter der Leitung von Prof. Martin Rhonheimer bietet es einen neuen, inzwischen erfreulich etablierten Raum für kluge Gedanken. Das gilt sowohl für die Homepage und den Newsletter als auch die Veranstaltungen. Das Selbstverständnis ist einem prägnanten Satz enthalten: „Das Austrian Institute vertritt die Überzeugung, dass sowohl aus ökonomischen wie auch ethischen Gründen freie Märkte staatlichen Lösungen vorzuziehen sind.“ Es lohnt sich, in den kompakten …

Selbsthilfe ist die beste Entwicklungshilfe

Entwicklungshilfe ist gut – heißt es. Schließlich handelt es sich um Hilfe für Menschen, die Hilfe benötigen. Außerdem tut sie der Entwicklung gut. Wirklich? Christian Hoffmann und Olivier Kessler vom Liberalen Institut (Schweiz) haben die Entwicklungshilfe des Schweizer Bundes kritisch betrachtet: „Ernüchterne Bilanz der Entwicklungshilfe“. Über 25 Milliarden Schweizer Franken wurden binnen 15 Jahren aufgewendet. Die strukturellen Änderungen in den Empfängerländer sind ungenügend, wenn es überhaupt Verbesserungen gibt und nicht sogar Verschlechterungen zu verzeichnen sind. …

Einlagensicherungsfonds sind kontraproduktiv und erhöhen systemische Risiken

(mvp) Einlagensicherungsfonds gelten als notwendig, um insbesondere die Kleinsparer zu schützen. Die Politik sieht es als notwendig, alternativlos und fraglos richtig an, derartige Sicherungen in die Krisen schürende Marktwirtschaft einzuziehen. Allerdings ist die akademische Literatur voller Erkenntnisse, die zum gegenteiligen Schluss kommen. Einlagensicherungsfonds sind kontraproduktiv: Sie erhöhen das systemische Risiko, fördern Moral Hazard, befördern Bankenkrisen. Das aktuelle Research Paper vom Cato Institut mit namhaften Wissenschaftlern stellt diese Erkenntnis erneut auf eine solide Grundlage: “Despite its overwhelming …

Ludwig Erhard und Gerhard Schröder featuring Philipp Bagus

Für Liberale war Philipp Bagus der Gewinner des Abends. Der in Madrid lehrende Ökonom und namhafte Austrian bekam, zusammen mit anderen Ausgezeichneten, den Förderpreis der Ludwig Erhard Stiftung überreicht. Die Jury würdigte seine sprachlich und ökonomisch klare Analyse der Griechenland-Krise. Ein Vortrag von Philipp Bagus wäre die Krönung gewesen. Gerhard Schröder überragte mit einer fulminanten, fundierten Rede alle Geehrten und Gastgeber. Das brachte den Stiftungsvorsitzenden Roland Tichy in Verlegenheit, der erst einmal keine Preise mehr …

Irrglaube skandinavischer Wohlfahrtsstaat

Der skandinavische Wohlfahrtsstaat ist en vogue: „Volksheim“, schwedisches oder nordisches Modell, Kennzeichen große Gleichheit, zugleich Gegenmodell zum angefeindeten Neoliberalismus, in den USA von Bernie Sanders als Erfolgsmodell für die USA gepriesen – unter dem Begriff skandinavischer demokratischer Sozialismus. Diese Vorstellungen haben allesamt eines gemeinsam: Es handelt sich um einen Irrglauben. Kristian Niemitz hat letztes Jahr beim Prometheus Institut mit Blick auf die Nettosozialausgaben gezeigt, dass die skandinavischen Länder im europäischen Durchschnitt liegen, noch hinter Deutschland …

Ein Shooting Star schießt zu kurz

César Hidalgo: Why Informations Grows. The Evolution of Order, from Atoms to Economies, o.O. 2015, 232 S., 25,63 Euro. Die Fähigkeit zur Bildung von Informationsnetzwerken entscheidet über den Wohlstand von Nationen und Regionen. Diese These breitet der chilenische Physiker César Hidalgo in seinem metaphernreichen Buch aus, das beachtliche Vorschusslorbeeren erhalten hat. Nicht weniger als eine „radikal neue Interpretation der globalen Wirtschaft“ soll den Leser hinter dem gut aufgemachten grünen Umschlag erwarten. Das flott, fast wie …

Herausforderung Wirtschaftsförderung in einer freien Gesellschaft

Detlef Stronk (Hg): Erfolgreiche Wirtschaftsförderung. Strategien – Chancen – Best Practices, Erich Schmidt Verlag, Berlin 2016, 174 S., 29,95 Euro. Wirtschaftsförderung – perspektivenreich erklärt von versierten Praktikern und Hochschullehrern für Praktiker, Studenten und alle, die sich einen anschaulichen Ein- und Überblick verschaffen wollen – das verspricht und hält der Sammelband von Detlef Stronk. Der langjährige Vorsitzende der ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH und frühere Staatssekretär für Wirtschaft in Berlin hat einen Kreis von Fachleuten aus der Wirtschaftsförderung und …

Die Zukunft des Geldes mit Blick auf die Brücke von Remagen

(mvp) Remagen ist weithin bekannt wegen seiner Brücke, die es nicht mehr gibt. Die Ludendorff-Brücke wurde im Frühjahr 1945 von amerikanischen Soldaten erobert. Die Stahlkonstruktion brach durch die Belastung zusammen, die der Transport tausender Soldaten, Waffen und Gerät verursacht hatte; eine missglückte Sprengung vor der Eroberung trug dazu bei. Weithin unbekannt dürfte die römische Entstehungsgeschichte von Remagen sein und die Tatsache, dass dort bereits seit den 1840er Jahren bürgerlicher Tourismus Einzug hielt. Der aufkommende Kapitalismus …

Die national-sozialistische Wehrwirtschaft – eine kollektivistische Organisation von Herrschaft und Gesellschaft

Politikökonomische Erklärungen des Wirtschaftssystems der Nationalsozialisten sind selten (geworden). Zugleich wirft die Eigenart der nationalsozialistischen Wirtschaftsweise eine Fülle von Fragen auf. Dazu gehört auch, ob es sich um ein sozialistisches System gehandelt hat. Die nachfolgende umfassende Analyse der Funktionsweise der NS-Wirtschaft kommt zu dem Ergebnis, dass es sich nicht um eine Plan-, sondern um eine Organisationswirtschaft gehandelt hat. Die Vermachtungstätigkeit der Nationalsozialisten nachzuvollziehen ist zeitlos lehrreich. Download als pdf: FFG_160203_NS-WiS_MvP Inhaltsverzeichnis Überblick: Transformation der Wirtschaftsordnung durch …

Buch des Monats Januar 2016

Henry Hazlitt: The Conquest of Poverty, Erstauflage 1973, Neuauflage Auburn 2007, 240 S. (kostenloser Download: Mises Institute) Erst die Marktwirtschaft hat für massenhaften Wohlstand gesorgt – Marktwirtschaft bleibt ausnahmslos das beste Mittel gegen Armut. Überall dort, wo sich Marktwirtschaft nicht entfalten kann, wo in guter Absicht interveniert wird, werden die Armen schon mittelfristig noch ärmer, während die Marktwirtschaft Schaden nimmt. Das ist der rote Faden, der den zeitlos wertvollen Band durchzieht. Perspektivenreich betrachtet Der amerikanische …

Buch des Monats Dezember 2015 und Dank zum Jahresende

Klassischer Liberalismus als Grundlage der freien Gesellschaft Eigentlich sollte das letzte Buch des Monats 2015 eine Einführung in den klassischen Liberalismus sein. Eamonn Butler vom Adam Smith Institute hat mit „Classical Liberalism. A Primer“ ein lesenswertes Einsteigerbuch verfasst, dass mit guter Gliederung und konzisen Informationen überzeugt. Pierre Bessard, Leiter des Liberalen Instituts, hat eine treffende Rezension geschrieben, die eine ausführliche Kritik enthält, weil der kontinentale Liberalismus in der Einführung leider fehlt. Eigentlich deutet an, dass …

Helmut Krebs: Sklerose. Leitbilder und Ideologien einer alternden Gesellschaft

Helmut Krebs: Sklerose. Leitbilder und Ideologien einer alternden Gesellschaft 212 Seiten, 7,99 Euro, ISBN 978-3-7392-0375-1, Verlag: Books on Demand, bestellen bei Amazon. Mit wachsendem Wohlstand vollziehen sich in den westlichen Gesellschaften sozioökonomische Veränderungen, die mit einem geistigen Wandel einhergehen. Wir können in wortwörtlicher und in metaphorischer Weise von einer alternden Gesellschaft sprechen. Nicht nur das Durchschnittsalter der Bevölkerung und der Anteil der Alten, die aus dem Erwerbsleben ausgestiegen sind, nehmen zu. Auch die Wertvorstellungen und …