Buch des Monats März 2015

Ludwig von Mises: Die Bürokratie, Academia Verlag (englische Erstauflage Yale University Press 1944), 2. Aufl. Sankt Augustin 2004, 128 S., 9,50 EUR. Kostenloser Download: http://docs.mises.de/Mises/Mises_Buerokratie.pdf

Bürokratieabbau ist ein wohlfeiles Versprechen. Zugleich sind soziale „Leistungen“ des Staates ein Pfeiler der deutschen und europäischen Gesellschaftsordnung. Dass Bürokratiewachstum und staatliche Umverteilung unauflösbar verbunden sind, ist eine zentrale Erkenntnis, die Ludwig von Mises in diesem konzisen Band entwickelt: „Keine Reform kann die bürokratischen Züge der Staatsbehörden aufheben.“ lautet sein Fazit. Tadeln, jammern, Kritik an mangelnder Leistungsfähigkeit des Staatsapparates sind folglich vollkommen verfehlt.

Mises schildert treffend wie kaum ein anderer die Funktionsweise der Bürokratie. Dort spielt das persönliche Verhältnis zum Vorgesetzten eine entscheidende Bedeutung, die mangels Wirtschaftsrechnung kaum messbare Leistung ist dem nachgeordnet. Der Beamtenstaat ist das Gegenmodell einer freien Gesellschaft und mit dieser unvereinbar. Darin liegt die heute so überaus bedeutsame Lehre dieses kleinen, unterschätzten Bandes. Der Sozialismus stellt heute keine Bedrohung mehr dar. Der bürokratische Sozialismus ist indes heute eine latente Bedrohung; er bildet das Gerüst des demokratischen Wohlfahrtsstaates.

Die Systematik und die tiefen Einblicke, die Mises auch aufgrund persönlicher Erfahrungen bietet, machen das Buch zu einem zeitlosen Klassiker, den man nicht nur einmal in seinem Leben gelesen haben sollte.

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"If long-term economic forecasting is a mug’s game, then at least one thing is certain: the European Union’s centralized, controlled, grant-subsidized, government-led approach to technology development virtually guarantees that the future will be made elsewhere."

Salvatore Babones

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Zitat Zur Freiheit

"A king rules over willing subjects, a tyrant over unwilling. The institutions of a free society are designed to ward off those who would govern, not for their country but for themselves, who take account not of the public interest but of their own pleasure."

George Buchanan (1505-1582): Dialogue concerning the rights of of the Crown of Scottland, englische Übersetzung von 1799, London, 143.

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