Anthony de Jasay
Anthony de Jasay

Die Logikfalle des Gesellschaftsvertrags

Die Notwendigkeit eines Staates begründen Vertragstheoretiker wie folgt: Bilaterale Verträge können letztlich nicht ohne eine dritte Kraft durchgesetzt werden, weil keine der beiden Seiten die Durchsetzung des Vertrages erzwingen kann. Für den ungarischen Philosophen Anthony de Jasay enthält diese Sicht mehrere logische Fehler: Die Parteien sollen nicht in der Lage sein, eine Übereinkunft über die Durchsetzung ihrer Verträge zu erzielen. Zugleich sollen sie aber eine Übereinkunft über die Etablierung einer dritten Partei bilden können, die …

Die Natur kennt kein Recht

In der Natur, die wir beobachten, gibt es Flora und Fauna. Wir können zudem Gesetze aufstellen, also Grundregeln formulieren, die bestimmte Vorgänge und Phänomene in der Natur erklären. Naturgesetze im sozialen Sinn gibt es indes nicht. In der Natur gibt es beschreibbare Funktionen. Zudem existieren moralische Vorstellungen oder Annahmen über eine ggf. ideale menschliche Natur. Dazu gehört etwa, dass Menschen nach der Vervollkommnung ihrer Kräfte streben können. Das Recht ist jedoch menschengemacht. Recht entsteht aus …

Perspektivloser Sozialismus

Die Broschüre “Sozialismus, Wirtschaftsordnung ohne Privateigentum – und ohne Perspektive!” liegt in 2. Auflage zum kostenlosen Download vor. Der Sozialismus ist eine Wirtschaftsordnung ohne Privateigentum und ohne Perspektive. Ungeachtet dessen halten Bestrebungen aus unterschiedlichen Lagern an, Sozialismus wieder zu beleben – zumeist in einer milderen Form, etwa als Dritter Weg, oder getarnt als ökosoziale Marktwirtschaft. Sozialismus bleibt in all seinen Facetten eine Tragödie. Seine Verfechter ignorieren das oder wissen es einfach nicht. Dagegen hilft Aufklärung. Nicht …