Nudging ist ein würdeloses Herumfummeln

Mein Lieblingsmanager, -managementberater und -alltagsphilosoph bringt es auf den Punkt: Nudging ist ein Angriff auf die Würde des Menschen.

Der am 1. Dezember in der NZZ erschienene Artikel bietet eine konsequente, klassisch-liberale Perspektive auf den Menschen. Reinhard K. Sprenger erwähnt sogar Murray N. Rothbard.  Maßstab ist der Mensch und sein Handeln nach seinen Präferenzen, mit seinem Wissen und mit seinen Irrtümern – ganz miseanisch. Die Umerziehung durch den Staat ist ein würdeloses Unterfangen. Die Legitimierungsversuche gleichen einem Popanz. Volksweisheiten werden mit greller Verpackung als neue Erkenntnisse angepriesen. Großartig ist Sprengers Absatz, in dem er sich zur Substanz der Forschung äußert. Zugleich entlarvt er die durchweg materielle Perspektive der optimierenden Sozialingenieure.

Sein Fazit: „Menschen handeln immer sinnvoll. Ihr Handeln ist immer voller Sinn – aus der Innenperspektive. Mag es aus der Aussenperspektive auch noch so verrückt, irrational, absurd, geschmacklos oder unmoralisch aussehen. Aus der Innenperspektive handeln Menschen immer rational; sonst hätten sie sich für eine andere Handlung entschieden.“

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"A king rules over willing subjects, a tyrant over unwilling. The institutions of a free society are designed to ward off those who would govern, not for their country but for themselves, who take account not of the public interest but of their own pleasure."

George Buchanan (1505-1582): Dialogue concerning the rights of of the Crown of Scottland, englische Übersetzung von 1799, London, 143.