Prof. Dr. Georg Schreyögg (1946-2021)

Die Welt ist um einen klugen Menschen ärmer. Ich bin froh, dass er mein Leben bereichert hat.

Georg Schreyögg (1946 - 2021)Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Georg Schreyögg war für mich ein wahrer Hochschullehrer. Seine Lehre war anregend, bereichernd, vielseitig. Seine sechs Vorlesungen zu Organisation und Führung gehören zum Besten, das ich an einer Universität im Alltagsbetrieb meines Doppelstudiums gehört habe. Als er am Ende seines Gastsemesters in der FU Berlin ankündigte, wahrscheinlich dauerhaft wiederzukommen, gab es donnernden Applaus. Als Dekan hat er später die Fakultät auch baulich sehr verbessert.

Prof. Schreyögg hat fast völlig frei vorgetragen. Gelungene, vielfach spannende Interaktion mit den Studenten zeichneten seine Vorlesungen aus. Prof. Schreyögg konnte aus einer Menge von 150 bis 200 Zuhörern Beitragende namentlich aufrufen, ohne zuvor mit ihnen und uns persönlich gesprochen zu haben.

In meiner wirtschaftsgeschichtlichen Dissertation habe ich ihm für die Vermittlung eines Weltbildes gedankt. Dieses Weltbild war wissenschaftlich vielseitig. Anthropologie und Soziologie, Management, Systemtheorie, Ideengeschichte gehörten dazu.

Während ich in Geschichtsvorlesungen saß, gingen mir plötzlich passend erscheinende anspruchsvolle Management-Theorien im weiteren Sinne durch den Kopf. Nach längerem Nachdenken ist daraus eine Dissertation entstanden, die ein wenig von der Vielseitigkeit aufnahm und für mich wesentliche Aspekte aus dem Bereich von Organisation und Führung auf die Wirtschaftsgeschichte übertrug. Ich habe mich gefreut, dass Prof. Schreyögg das in der Disputation sichtbar gefiel.

Später haben mich die Alumni-Veranstaltungen bereichert. Eine gelungene Mischung: Berichte aus der Hochschule und dem Fachgebiet verbunden mit Praxisberichten und -arbeit in Workshops sowie persönlichem Austausch. Seine Frau, Dr. Astrid Schreyögg, hat auch dazu beigetragen.

Einerseits ist es traurig, dass Prof. Schreyögg und allen, die ihn schätzen, nicht noch mehr Zeit geblieben ist. Andererseits: Was kann man beruflich mehr erreichen als vielen Menschen etwas beizubringen und sie sogar zu inspirieren?

Traueranzeige Süddeutsche Zeitung

Foto: FU Berlin

  
   

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