Was ist Populismus?

Die Frage, was Populismus ist und was nicht, ist aktuell sehr bedeutend. Eine zeitlose Antwort gibt Norbert F. Tofall in seinem aktuellen, gleichlautenden Kommentar beim Flossbach von Storch Research Institut.
Demnach ist Populismus

  • kein Programm, sondern eine Methode zur Machtgewinnung,
  • erfolgreich in Gesellschaften, die unter Problemverschleppung leiden,
  • keine Freiheitsgefährdung für die westlichen Gesellschaften, aber eine Sachfragen überlagernde Erscheinung.

Den lesenswerten Erläuterungen über den römischen Ursprung des Populismus lässt sich ergänzend hinzufügen, dass es neben dieser Perspektive auf einen Populismus von oben – als Strategie oder Methode – auch einen systemischen Populismus gleichsam von unten gibt. Ist das demokratische System insofern defekt als kein substantieller Machtwechsel stattfindet, besteht die erfolgversprechendste Gegenwehr im Populismus.
Mehr noch als nur Problemverschleppung und -bewältigung steht dann eine Systemkorrektur und -reparatur an. Hinzu kommt, dass es einen Unterschied zwischen Populismus und einer direkten Beteiligung der Bevölkerung gibt, die über wegweisende politische Fragen entscheidet. Vermutlich greift Populismus in solchen Ordnungen stärker um sich, in denen die Demokratie defekt und durch eine geringe Selbstbestimmung der Bevölkerung gekennzeichnet ist.
Die Lösung ist auch hier der Liberalismus, dessen Kern die Beschränkung von Macht darstellt. (mvp)

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"Am Anfang war das Wort und nicht das Geschwätz, und am Ende wird nicht die Propaganda sein, sondern wieder das Wort."

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"Die Wahrheit hat nichts zu tun mit der Zahl der Leute, die von ihr überzeugt sind."

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Zitat Zur Freiheit

"A king rules over willing subjects, a tyrant over unwilling. The institutions of a free society are designed to ward off those who would govern, not for their country but for themselves, who take account not of the public interest but of their own pleasure."

George Buchanan (1505-1582): Dialogue concerning the rights of of the Crown of Scottland, englische Übersetzung von 1799, London, 143.