Eine Währungsordnung des Rechts, der Haftung und des Wettbewerbs
Eine Währungsordnung des Rechts, der Haftung und des Wettbewerbs

Eine Währungsordnung des Rechts, der Haftung und des Wettbewerbs

Working Paper

Die Zwillingsreform der Währung und Wirtschaft vom Juni 1948 ist wegen ihrer Radikalität – im Sinne einer Rückkehr zu den Wurzeln – auch heute noch vorbildlich. Die ordnungspolitischen Weichenstellungen sorgten dafür, dass Währung und Wirtschaft wieder unter das Recht gestellt wurden. Durch die Errichtung der Marktwirtschaft wurde der Wettbewerb wieder in die Wirtschaft eingeführt. Heute befindet sich Europa in der größten Krise seit 70 Jahren. Insbesondere das Geldsystem ist ein unaufhörlicher Krisentreiber. Das europäische Zentralbanksystem weist wie alle staatlichen Geldmonopole strukturelle Defizite auf, die sich nicht beheben lassen. Nachfolgend werden aus der Koordinationsperspektive die zentralen Probleme analysiert. Diese typischen Behördenprobleme bieten Ansatzpunkte für eine Alternative Ordnung, die Recht, Wettbewerb und Haftung auszeichnet. Skizziert und kritisiert werden wettbewerbliche Geldordnungen als Vollgeldsystem, als teilgedecktes Sytem und als reputationsbasiertes System. Schließlich werden Transformationsherausforderungen und -merkmale herausgearbeitet. Anders als 1948 liegt es nahe, statt einen revolutionären Prozess zu vollziehen einem evolutionären Verfahren freien Lauf zu lassen.

Download: FFG_Working-Paper_20200318_Wettbewerswährungen