Geld
Geld

Geldfreiheit vs. Geldmonopol

Inflationsberechnungen und solide Prognosen für den weiteren Kaufkraftverlust von Euro und Dollar liegen zwischen 5 und 10 Prozent. Das bedeutet, am Jahresende muss jeder Bürger, jeder, der die Währung zum Kaufen verwendet, bis zu 10 Euro mehr für dieselbe Leistung, für dasselbe Produkt im Wert von 100 Euro aufwenden. In einer anderen Perspektive heißt das, jedermann muss 10 Prozent mehr Arbeitszeit aufwenden oder vielleicht 10 Prozent produktiver arbeiten. Das gilt auch für die inflationierte Steuerschuld. …

Geldentwertung – staatliche Falschmünzerei erneut stoppen

Geld ist eine Frage des Charakters. Das gilt gemeinhin für das persönliche Verhalten und trifft nicht minder auf das Verhalten des Staates sowie der von ihm privilegierten Zentralbanken zu. Aufschlussreich ist überdies die Erkenntnis: Im Währungsstandard wird das Verhältnis von Bürger und Staat sichtbar. Um dieses Verhältnis war und ist es aus liberaler Sicht nicht gut bestellt. Am Beispiel der Inflation lässt sich das nachfolgend aufzeigen. Die gute Nachricht lautet, Inflation lässt sich einfach stoppen. …

Teuerung ohne Zentralbankeinfluss?

Die Inflation, präziser Teuerung, ist überall angekommen. Die Ausweitung der Geldmenge ist in herkömmlicher Sichtweise die notwendige Voraussetzung für einen Preisanstieg auf breiter Front. Nach den enorm gestiegenen Vermögenspreisen der letzten Jahre steigen nun auch die Konsumentenpreise. Es scheint kaum einen Bereich mehr zu geben, in dem Preise nicht steigen. Welche Rolle haben Faktoren, die nicht durch die Zentralbanken verursacht werden? Norbert Michel, Vice President and Director of the Cato Institute’s Center for Monetary and …

Kleine Philosophie der Macht

Es gibt schöne Bücher. Es gibt Bücher, hinter denen ein kluger Kopf steckt, der sie erdacht und geschrieben hat. Die kleine Philosophie der Macht ist ein Buch, das anmutig wirkt, zugleich tiefgründig, zuweilen mit einem Augenzwinkern. Das dritte der dem Text vorangestellten Zitate stammt von Jimmie Hendrix: „Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht überwindet – erst dann wird es Frieden geben.“ Peter Cornelius Mayer-Tasch ist Professor im Ruhestand und hat etwas zu …

Hubert Milz: Geld. Eine kleine Ideengeschichte

Hubert Milz: Geld. Eine kleine Ideengeschichte, hg. v. Michael von Prollius, Edition Forum Freie Gesellschaft Bd. 6, Fürstenberg 2020, Paperback 280 Seiten, 9,99 Euro, ISBN-13: 9783751934343. Eine kleine Ideengeschichte des Geldes hat Hubert Milz übersichtlich, kompakt und kenntnisreich erarbeitet. Die intellektuelle Geldgeschichte ist aus Notizen zu Geld und Währung mit theoretischen, historischen und persönlichen Anmerkungen entstanden. Die übersichtlich gegliederte Darstellung lässt sich rasch erfassen und bietet einen reichen Anmerkungsteil. Der Überblick beginnt mit der Entstehung des Geldes und reicht …

Eine Währungsordnung des Rechts, der Haftung und des Wettbewerbs

Working Paper Die Zwillingsreform der Währung und Wirtschaft vom Juni 1948 ist wegen ihrer Radikalität – im Sinne einer Rückkehr zu den Wurzeln – auch heute noch vorbildlich. Die ordnungspolitischen Weichenstellungen sorgten dafür, dass Währung und Wirtschaft wieder unter das Recht gestellt wurden. Durch die Errichtung der Marktwirtschaft wurde der Wettbewerb wieder in die Wirtschaft eingeführt. Heute befindet sich Europa in der größten Krise seit 70 Jahren. Insbesondere das Geldsystem ist ein unaufhörlicher Krisentreiber. Das …

Hayek-Junioren in Weimar

Weimar bot als Tagungsort viel Inspiration für den Juniorenkreis Wissenschaft der Hayek Gesellschaft: Große Geister haben Weimar zu einer europäischen Kulturhauptstadt gemacht. Die Kleinstaaterei ist ein liberales Sinnbild für Vielfalt und begrenzte Macht. Zudem bietet die Weimarer Republik viel Material für politik-ökonomische Analysen. Das Thema des Wochenendseminars lautete „Ökonomie, Hegemonie und internationale Politik“. Einmal mehr wächst weltweit die politische Instabilität. In den Industrieländern äußert sich das weithin sichtbar in einer wachsenden politischen Polarisierung. Zugleich haben …

Buch des Monats Dezember 2016

Nicolas von Oresme: De mutatione monetarum. Traktat über Geldabwertungen, (Text aus dem 14. Jahrhundert) Kulturverlag Kadmos, Berlin 1999, 119 S. (Latein-Deutsch). Bereits vor rund 700 Jahren wurde das, was heute mit unserem Geld passiert, als Fehler und als unrechtmäßige Aneignung des Eigentums der Bevölkerung durch die Obrigkeit angesehen. Der Universalgelehrte Nicholas von Oresme verfasste im 14. Jahrhundert den ersten Text, der sich allein mit Geld befasste: De mutatione monetarum. Anlass war die überbordende Falschmünzerei durch …

Wenn der Staat das Geld zerstört, brauchen Sie Gold

Gastbeitrag von Claus Vogt Marktkommentar – Ausgabe vom 14. Oktober 2016 Hayek forderte eine Freigeld-Bewegung Zentralbankbürokraten sind moderne Regenmacher Mit einem Edelmetall-Schwerpunkt können Sie die Entwicklung entspannt verfolgen Was machen eigentlich … meine Steuergroschen? Fehlsteuerungen bei der Städtebauförderung   Das staatliche Geldmonopol sollte abgeschafft werden Die Geschichte von Staat und Geld ist eine Geschichte von Lug und Trug, die stets auf Kosten des kleinen Mannes geht. In seinem 1976 erschienenen Buch „Die Entnationalisierung des Geldes“, …

Buch des Monats Juni

George Gilder: The Scandal of Money. Why Wall Street recovers but the economy never does, Regnery Publishing, Washington 2016, 202 S., 27,99 US-Dollar. New York Times Bestseller Autor George Gilder legt den völlig kranken Mechanismus des Zentralbanksystems offen – verheerend für die Realwirtschaft und segensreich für die Profiteure des Finanzsystems. Keineswegs handelt es sich indes um simples Bashing des Geldsozialismus. Vielmehr erläutert der New Yorker Publizist seine Auffassung von Geld als dem zentralen Informationswerkzeug schlechthin. …

Überschuldung und die Folgen

Gastbeitrag von Dietrich Eckardt (Der vorliegende Aufsatz ist ein verkürzter Textabschnitt aus dem Buch des Verfassers „Was ist Geld – Der Geldbegriff der Kreditgeldwirtschaft“, 4. Aufl. Heiligenberg 2016.) Kreditgeldwirtschaft Dass die heutige Geldwirtschaft weitgehend eine Kreditgeldwirtschaft ist, hat sich herumgesprochen. Das Geld dieser Wirtschaft wird aus Krediten geschöpft („Monetisierung“; siehe meinen Aufsatz „Das Geld der Kreditgeldwirtschaft“, veröffentlicht im Forum Freie Gesellschaft). Kredite sind in der Regel durch die Leistungspotentiale der Kreditnehmer unterlegt bzw. sollten damit unterlegt …

Zähes Papiergeld und zauberhafte Geldmengenanpassung

(mvp) Untergangspropheten haben es leicht und schwer. Weil sie gerne gelesen werden, haben sie es leicht. Weil ihre Prophezeiungen äußerst selten eintreten, haben sie es schwer. David Schlichter kommt ein Verdienst zu: Auf dem Höhepunkt der Finanz- und Staatsschuldenkrise hat der frühere Finanzmanager eine gut lesbare österreichische Krisendiagnose publiziert. Die Ideenwelt ist nicht zuletzt durch seine Publikation etwas österreichischer geworden. Torsten Polleit und ich hatten kurze Zeit zuvor mit „Geldreform“ in eine ähnliche Richtung argumentiert. …

Die Zukunft des Geldes mit Blick auf die Brücke von Remagen

(mvp) Remagen ist weithin bekannt wegen seiner Brücke, die es nicht mehr gibt. Die Ludendorff-Brücke wurde im Frühjahr 1945 von amerikanischen Soldaten erobert. Die Stahlkonstruktion brach durch die Belastung zusammen, die der Transport tausender Soldaten, Waffen und Gerät verursacht hatte; eine missglückte Sprengung vor der Eroberung trug dazu bei. Weithin unbekannt dürfte die römische Entstehungsgeschichte von Remagen sein und die Tatsache, dass dort bereits seit den 1840er Jahren bürgerlicher Tourismus Einzug hielt. Der aufkommende Kapitalismus …