Gewaltmärkte forcieren Staatsbildung

Download des Working Paper: FFG_150412_Gewaltmärkte-Staatsbildung_MvP
„Gewaltoffene Räume“ gibt es am Rande Europas wieder zuhauf. Neben den kriegerischen Auseinandersetzungen im Ukraine-Krim-Konflikt erregt der Islamische Staat mit seinen Dependancen in Irak, Syrien, Ägypten und Libyen weltweit Aufmerksamkeit. In beiden Konfliktzonen sind staatliche Streitkräfte und nicht-staatliche bewaffnete Kräfte beteiligt, dazu gehören auch Söldner. Neugierig macht da eine aktuelle Publikation aus dem Verlag Duncker & Humblot mit dem Titel: „Söldnerlandschaften. Frühneuzeitliche Gewaltmärkte im Vergleich“.

UnknownZwar haben es Sammelbände immer wieder schwer, weil sie als unlesbar gelten. Das gilt indes nicht für „Söldnerlandschaften“, das Beiheft 49 der Zeitschrift für Historische Forschung, was ein Verdienst der Herausgeber und Beitragenden ist. Die enthaltenen Erkenntnisse erscheinen in dreierlei Hinsicht bedeutsam: 1. Für die historische Erforschung der frühen Neuzeit und damit die Geschichtswissenschaft. 2. Für ein besseres Verständnis aktueller Konflikte und damit für die Politikwissenschaft. 3. Für die Einschätzung der Entstehung und Notwendigkeit eines Gewaltmonopols sowie die Alternative privater Sicherheitsunternehmen und Gewaltmärkte wie sie beispielsweise der Anarchokapitalismus postuliert. Nachfolgend wird vorwiegend das dritte Themenfeld betrachtet.

  •  
  •  
  •  
  •  

2076 MvP-Blog

Denkanstoss

"Der wahrhaft große Mensch ist der, der niemanden beherrscht und der von niemandem beherrscht wird."

Khalil Gibran (1883-1931)

Zeitlos

"Nur der Schwache wappnet sich mit Härte. Wahre Stärke kann sich Toleranz, Verständnis und Güte leisten."

Zilly Boesche-Zacharow

Zitat Zur Freiheit

"Läuft im Radio großartige Musik, ist das wie ein natürlicher subversiver Akt gegen die kontrollierten Nachrichten, die täglich von den Machthabern, den Werbefirmen, den Mainstreammedien, den Nachrichtenagenturen und den Wächtern des Status quo mit ihrer Geist, Seele und Lebenslust abstumpfenden Agenda über den Äther geschickt werden."

Bruce Springsteen

Buch zur Freiheit