Lieferkettenprobleme politisch bedingt

Warum stockt die Versorgung mit Gütern aller Art weltweit? Engpässe bei Konsumprodukten, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie bei Investitionsgütern haben seit 2020 zugenommen und spiegeln sich längst auch in steigenden Preisen. Vor Ende 2022 soll sich das Problem nicht auflösen – bei Fahrrädern lautet die Prognose 2024.

Die Ursachen lassen sich auf Angebot und Nachfrage im Rahmen der Covid-19-Pandemie zurückführen. Beide werden durch Politik beeinflusst. In der nachfolgenden Perspektive ist nicht die Pandemie, sondern die Pandemie-Politik das Problem.

Weltweit haben Regierungen mit Lockdowns, Grenzschließungen und zahlreichen Auflagen auf die Covid-19-Pandemie reagiert. Die globale Arbeitsteilung gleicht einem Organismus, der sich immer feingliedriger und abgestimmter entwickelt. Die Versorgungsprobleme und Teuerungen sind Symptome für eine Störung des globalen Systems. Nicht das System selbst ist das Problem, vielmehr sind es die Eingriffe:

    • Grenzschließungen lassen Waren und Menschen, als Arbeitskräfte und Konsumenten, nicht mehr wie üblich passieren. Es kommt zu Unterbrechungen von Lieferketten und der Produktion.
    • Das Schließen von Häfen für die Abfertigung von Schiffen – Ent- und Beladen – verzögert und unterbricht den Transport zu den Konsumenten und von den Produktionsstätten. Weltweit verbundene, abgestimmte Prozesse werden verwirbelt.
    • Die Unterbrechungen sorgen für Staus, deren Auflösung langwierig ist und für auch Produktionsstopps sorgt, die zusätzlich das feine arbeitsteilige Geflecht stören.
    • Die Unternehmen leiden unter beträchtlicher Unsicherheit, weil die Pandemie-Politik beispielsweise in Deutschland intransparent, vage, willkürlich und ziellos verläuft. Die Kosten der Unterbrechungen sind enorm.
    • Die Unterbrechungen erfolgten nicht sanft und so, dass sich Unternehmen darauf einstellen konnten, sondern hart wie eine Vollbremsung.
    • Konjunkturstimulanzien wie sie weltweit von Staatsführungen angekündigt und vielfach realisiert wurden, in gigantischem Ausmaß in den USA, erhöhen nicht nur die Nachfrage, sondern belasten die weltweiten Liefergeflechte zusätzlich. Die Container-Knappheit wird dadurch nicht geringer.

Der politische Interventionsmix aus Arbeitsverboten, Grenzschließungen, Stimulanzien und einer beträchtlichen Unsicherheit über die weiteren politischen Maßnahmen stört die Lieferketten und beeinträchtigt ihre rasche Regeneration.

Ob die politischen Eingriffe angemessen waren und sind, ist eine andere Frage. Wieviel Verbesserungspotenzial die tw. kreativen Unternehmen im Umgang mit Störungen haben ist eine weitere. Der Bundesverband Logistik hat bereits 2020 politische Risiken als größte Gefährdung aufgezeigt – Lieferkettengesetze stellen eine zusätzliche Gefahr dar. In jedem Fall ist eine integrierte Pandemie-Politik erforderlich, die alle Folgen und Kosten der Interventionen berücksichtigt.

  
   

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