Interventionismus
Interventionismus

Was wäre wenn …

Was wäre wenn … Was sich nicht aufrechterhalten lässt, endet. Das ist Steins Gesetz. Herbert Stein (1916-1999) war ein amerikanischer Ökonom und 9. Vorsitzender des Council of Economic Advisors für die Präsidenten Nixon und Ford. Im Original lautet das Gesetz: “If something cannot go on forever, it will stop.” (AEI Economist) Wir leben in einer Zeit in der viele Menschen, Medien und politische Führungskräfte davon auszugehen scheinen, dass unser Leben so weiter geht wie bisher. …

Weniger Politik wagen und dafür bessere

Weniger Politik wagen und dafür bessere Die Deutsche Bahn kommt. Nur wann? Zu spät! Im Mai 2022 haben nach Bahn-Angaben weniger als 2/3 der Fernzüge ihr Ziel pünktlich erreicht. Im Jahr 2021 war unter günstigen Annahmen1/4 der Fernzüge unpünktlich. Schon 2012 belegte die Bahn im internationalen Vergleich der EU-Staaten den 20. Platz, abgeschlagen nach Griechenland, Bulgarien und Rumänien. Offensichtlich geht und ging es besser, auch unter anderen Rahmenbedingungen etwa im Kaiserreich. Pünktlichkeit ist nur ein …

Bürger als Quell schlechter Politik

Bürger als Quell schlechter Politik Politik ist das Problem, nicht die Lösung. So lautet eine insbesondere unter Liberalen verbreitete Erkenntnis, die gleichermaßen breit und tief abgesichert ist. Als Eliten-Kritik hat sich ein Aspekt dieser Einsicht in den letzten Jahren mit einer gewissen Vehemenz Bahn gebrochen und bleibt in der Substanz folgenlos. Dazu passt die punktuelle Beobachtung der Landtagswahl im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen. Wer auf das „ehrliche Wahlergebnis“ (Welt) blickt, d.h. die Nichtwähler im Ergebnis berücksichtigt, …

Selbsthilfe ist die beste Entwickungshilfe

Selbsthilfe ist die beste Entwickungshilfe Helfen ist ein menschlicher Impuls, eine Grundhaltung, die wir früh erfahren und selbst praktizieren. Hilfe gilt als altruistisch, also uneigennützig, selbstlos und lässt sich der Nächstenliebe zuordnen. Hilfe wird in dieser Perspektive als moralisch gut angesehen. Problematisch wird es, sobald Altruismus gegen Egoismus ausgespielt wird, der nach landläufigem Empfinden als negativ angesehen wird. Indes kann Altruismus sehr selbst bezogen sein – als Wohlfühlgewinn der moralisch guten Tat. Dann entstehen dem …

Mangelwirtschaft: Interventionismus und Rationierung

Mangelwirtschaft: Interventionismus und Rationierung Die Beschäftigung mit dem 17. und 18. Jahrhundert hilft, die Gegenwart zu verstehen. Das gilt vor allem für das politisch-ökonomische Denken. Geschichte wiederholt oder reimt sich bekanntlich. Tonangebend in der Politik, im politischen Denken vieler unserer Führungskräfte, sind heute wieder die Ideen des Merkantilismus und des Feudalismus – selbstverständlich im modernen Gewand. Eine erneute Aufklärung gewinnt an Bedeutung. Merkantilismus bezeichnet eine Politik massiver Staatseingriffe in die Wirtschaft während des Absolutismus der …

Krisenpolitik

„Angesichts des Versagens herkömmlicher Wohlfahrtspolitik mit wachsenden Massen enttäuschter und geprellter Bürger ist die Auseinandersetzung mit den drängenden wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Fragen ein Gebot der Stunde.“ heißt es auf dem Buchrücken. Diese Auseinandersetzung bietet Fritz Machlup (1902-1983) mit seiner allgemein verständlichen Darstellung der grundlegenden wirtschaftspolitischen Zusammenhänge. Dabei leitet ihn die Erkenntnis: Wirtschaftspolitik ist – überwiegend – Krisen verursachende Politik. Dies wird auch durch die Spannweite der Themen sichtbar, die von der Ankurbelung durch Kreditausweitung über …

Mythos der Machbarkeit

Wir Menschen haben einen Hang zum zielstrebigen Machen. 1988 wurde auf einem Werbe-Meeting der Slogan geprägt, der diese Haltung universell in drei Worte fasst: Just Do It. Die überaus erfolgreiche Botschaft besticht dadurch, dass sie gleichermaßen allgemein gültig wie persönlich ist und in einem Handlungsimpuls besteht. Eine weitere Trias fasst das Tun folgt: Ziele, Mittel, Wege. Du hast ein Ziel oder musst es nur klar genug herausarbeiten. Sobald Du Dein Ziel gesteckt hast, gilt es …

Endloser Krieg – seit 9/11

Terrorismus scheint für die USA eine echte, akute und Jahrzehnte währende Sicherheitsbedrohung zu sein. Die USA führen derzeit Anti-Terror-Operationen in 85 (sic!) Staaten durch. Seit 9/11 haben infolge der US-Einsätze 38 Millionen (sic!) ihre Heimat verlassen (müssen). Die Kosten der militärischen Einsätze betragen 8 Billionen (sic!) US-Dollar (“The cost of the post-9/11 wars in Iraq, Afghanistan, Pakistan, Syria, and elsewhere totals about $8 trillion. This does not include future interest costs on borrowing for the …

Lieferkettenprobleme politisch bedingt

Warum stockt die Versorgung mit Gütern aller Art weltweit? Engpässe bei Konsumprodukten, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie bei Investitionsgütern haben seit 2020 zugenommen und spiegeln sich längst auch in steigenden Preisen. Vor Ende 2022 soll sich das Problem nicht auflösen – bei Fahrrädern lautet die Prognose 2024. Die Ursachen lassen sich auf Angebot und Nachfrage im Rahmen der Covid-19-Pandemie zurückführen. Beide werden durch Politik beeinflusst. In der nachfolgenden Perspektive ist nicht die Pandemie, sondern die …

Regulierung hat die Finanzkrise verursacht

Die Aufarbeitung der Ursachen für die Finanzkrise 2007/08 ist bereits während und kurz nach der Krise vorangeschritten. Nach den Monographien von Thomas Sowell (The Housing Bust and Boom) und Thomas Woods (The Meltdown) hat Arnold Kling am Mercatus Center der George Mason University (GMU, USA) einen Arbeitsbericht vorgelegt, der den bezeichnenden Titel trägt: „Not what they had in mind: A History of Policies that Produced the Financial Crisis of 2008“. Kling ist ein Insider, hat …

„New Deal“ verlängert Weltwirtschaftskrise zur Großen Depression

Viele Menschen blicken immer wieder auf die Weltwirtschaftskrise, die in den USA aufgrund ihrer einzigartigen Länge und Tiefe als „Große Depression“ bezeichnet wird, und die Politik des „New Deal“. Sie hoffen dort Lösungen für aktuelle Probleme zu finden. Das ist in der Tat möglich, jedoch nicht entlang der offiziellen Pfaden des Mainstreams. Der New Deal war eine Mixtur aus staatlichen Ausgaben und Kreditvergaben, Regulierungen und Besteuerungen sowie einer expansiven Geldpolitik, die Steven D. Levitt in …

Die Nachfrage nach Gütern ist nicht identisch mit der Nachfrage nach Arbeit

Einer der größten Irrtümer der westlichen Gesellschaften wurde durch Friedrich August von Hayek bereits am 27.01.1981 an der London School of Economics entzaubert. Sein Vortrag „The Flow of Goods and Services“* entlarvt die heute noch weit verbreitete Auffassung von John Maynard Keynes als fundamentalen Irrtum, dass die Nachfrage nach Gütern gleichsam automatisch der Nachfrage nach Arbeit entspreche. Auf diesem falschen mentalen Modell beruhen jedoch Überzeugungen wie der Staat könne oder müsse sogar in einer wirtschaftlichen …

Auslandsinterventionen als fatale Selbsttäuschung

Viele gute und manche weniger gute Gründe werden für Auslandseinsätze des Westens vorgebracht. Hehre Absichten haben allerdings nichts zu tun mit der Realität am Boden, vor allem nicht mit der langfristigen machtpolitischen Realität. Und eine Absicht ist keine Fähigkeit. Eigene Ziele in einem fremden Land, in einer entfernten Region in die Tat umzusetzen, das bedarf mehr als nur einer guten Absicht. Das Scheitern des Westens im Ausland lässt sich über Jahrzehnte zurückverfolgen, z.B. bis zum …