Zentralismus vs. freie Gesellschaft

Zentralismus ist das Prinzip der Armee. Zentralismus ist das Prinzip der Post als sie noch eine Behörde war und Deutsche Bundespost hieß.

Zentralismus ist geeignet, um eine Organisation und ihre Angehörigen zu führen, sie anzuweisen, zu befehlen.

Ein Zentrum entscheidet, der Rest, also 99,99 Prozent folgen.

Zentralismus ist mit einer offenen Gesellschaft kaum vereinbar und mit einer Marktwirtschaft unvereinbar. Man kann eine Gesellschaft nicht nach dem Vorbild einer Armee oder der Post organisieren. Wenn doch, dann ist die Gesellschaft nicht frei, sondern ein Termitenstaat. Zentralismus ist das Prinzip der Zentralverwaltungswirtschaft und der Kommandowirtschaft. Die Zentrale plant, entscheidet, koordiniert – und es herrscht Mangel mit minderwertigen Produkten.

Wohin Zentralismus führt, erleben wir in der Corona-Politik-Krise.

Mit den Worten von Susanne Gaschke in Die Welt: „Die Bundesregierung hat in den 14 Monaten der Corona-Krise alles versäumt, was zu versäumen war: Es gibt bis heute keinen nationalen Krisenstab, zu wenige belastbaren Zahlen über das Virus und dessen Ansteckungswege; es gibt keine vernünftige Aufrüstung des Gesundheitswesens, es gibt viel zu wenig Impfstoff.

Wohin Zentralismus führt hat Ludwig von Mises mit seinem berühmten Milchpreisbeispiel aufgezeigt: Die Lage ist unbefriedigend, die Zentrale greift immer stärker ein und verschlimmert die Situation immer weiter.

Behörden und Bürokratie sind gelebter Zentralismus. Wie es um die Behörden in Deutschland bestellt ist, hat der Beirat des Bundeswirtschaftsministeriums in einem lesenswerten Gutachten zur Digitalisierung in Deutschland wortwörtlich so formuliert (S. 21): „Deutschland leistet sich in der öffentlichen Verwaltung Strukturen, Prozesse und Denkweisen, die teilweise archaisch anmuten.

Zentralismus ist nicht die Lösung, sondern, genau: das Problem.

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