Freie Gesellschaft
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Warnsignale: Die Organisation der Gesellschaft

Warnsignale: Die Organisation der Gesellschaft Wie kann man Ihnen als Leser eine Beobachtung näherbringen, die Anlass zu großer Besorgnis gibt? Es handelt sich nicht um den alltäglichen Alarmismus, auch wenn die Alarmzeichen unübersehbar geworden sind. Außerdem gibt es für das langfristige Problem keine einfache Lösung. Es helfen weder Verbote von Plastikstrohhalmen noch Verzichtappelle wie kalt duschen und warm anziehen. Auch der Verzicht auf Winnetou während der Fahrt mit dem 9 Euro Ticket ist nicht die …

Ein liberales Manifest

Die Zeit ist gekommen. Für Grundsätzliches. Für Grenzen ziehen. Für Klarheit. Einstehen für die Dinge die einem lieb, wert und teuer sind. Für mich steht Freiheit ganz oben und ein vom Bullshit gereinigter Liberalismus. Ich freue mich sehr. Mein liberales Manifest ist ab sofort verfügbar. Sieben liberale Prinzipien stelle ich in den Vordergrund. Als Grundlage einer Ordnung der Freiheit rufe ich sie nicht nur wieder in Erinnerung, sondern stelle sie in unverblümt-engagierter Klarheit der heutigen klassenkämpferischen Kakophonie …

Die vergebene Chance: eine Allianz von Anarchisten und Liberalen

1872, auf dem Höhepunkt seines Einflusses, schrieb der inzwischen zum Anarchisten avancierte russische Denker und Sozialrevolutionär Michael Bakunin (1814-1876) einen lehrreichen Brief an einen italienischen Freund und Mitstreiter, Celso Ceretti. Der Brief präsentiert, so Stefan Blankertz, „Glanz und Elend des Bakunismus.“ Als Herausgeber ist ihm das angestrebte „bibliophile Kleinod“ tatsächlich gelungen – mit einer Einleitung und Einordnung, natürlich der Übersetzung, einem Register und nicht zuletzt mehreren Illustrationen des sehr ansprechend gestalteten Bandes. In der Sache …

Minimalinvasiv ist Maximalanregend

„Minimalinvasiv“ ist Leitbild und Essenz, ist Klammer und roter Faden von acht Nachträgen, die der Sozialphilosoph Stefan Blankertz in einem Band mit stilvollem Layout zusammengetragen hat. Geradezu entlarvend ist die Bürokratie-Dystopie mit drei Plädoyers für die Todesstrafe. Das feinsinnige Verständnis für die Funktionsweise und Kultur der Bürokratie regt zum grundsätzlichen Nachdenken an. Für Theoretiker und Praktiker gleichermaßen geeignet sind die luziden Ausführungen über den „praktischer Reflex“ und seine theoretische Überwindung in dem auf der Großen …

Im Aufbau: Ein kleines Kompendium einer Ordnung der Freiheit

Ein kleines Kompendium einer Ordnung der Freiheit entsteht gleichsam unauffällig in der zweiten Reihe von Forum Freie Gesellschaft. Hier ist der Ort, wo zeitlose im weiteren Sinne ordnungspolitische Themen in knappen Artikeln erläutert werden. Derzeit sind es rund 20 Beiträge zu Themen wie Anmaßung von Wissen, Ursachen der Finanzkrise, Kapitalismus und Gesellschaftsvertrag. Die Beiträge lassen sich sowohl auf dieser Seite in Form einer Liste überblicken als auch auf diesen Seiten als Blogeinträge. Viele Beiträge wurden …

Zentralismus vs. freie Gesellschaft

Zentralismus ist das Prinzip der Armee. Zentralismus ist das Prinzip der Post als sie noch eine Behörde war und Deutsche Bundespost hieß. Zentralismus ist geeignet, um eine Organisation und ihre Angehörigen zu führen, sie anzuweisen, zu befehlen. Ein Zentrum entscheidet, der Rest, also 99,99 Prozent folgen. Zentralismus ist mit einer offenen Gesellschaft kaum vereinbar und mit einer Marktwirtschaft unvereinbar. Man kann eine Gesellschaft nicht nach dem Vorbild einer Armee oder der Post organisieren. Wenn doch, …

Privatheit – Zitadelle der Freiheit

„Daß Menschen eine eigene Sphäre beanspruchen, wird von der Macht nur selten respektiert.“ Deshalb liegt ein Schlüssel für die Begrenzung der Macht von Menschen über Menschen in der Privatsphäre. Wolfgang Sofsky wertet sie zur Privatheit auf. Privatheit wird zur „Zitadelle persönlicher Freiheit“. Liberale sehen bislang vor allem im Privateigentum eine Säule der Freiheit. Ohne Privateigentum keine Freiheit, keine Marktwirtschaft, keine freie Gesellschaft. Das Eigentum einschließlich der Verfügungsgewalt ist ein Kern, wenn nicht das Fundament der …

Spurensuche in der Demokratiekrise 

Politik und Gesellschaft des Westens sind in Bewegung. Neue politische Parteien reüssieren bei Wahlen, etablierte sind angeschlagen oder liegen danieder. Der Ton der Auseinandersetzungen ist rauer geworden, in den USA gar zutiefst feindlich. Während die herkömmlichen Medien in Deutschland überwiegend linke Ansichten vertreten, sind die neuen populistischen Kräfte in Europa überwiegend rechts, in Italien links und rechts. Dementsprechend moralisiert wird die Debatte geführt. Politisch eint linke und rechte Populisten die Ablehnung der liberalen Ordnung. Freihandel …

Politische Korrektheit ist Heuchelei

Wir leben in einer Zeit, in der es vielen Menschen materiell so gut geht wie nie zuvor. Zugleich erleben wir mediale Hysterie und eine Umwertung der Werte. Politisch feinfühlige Menschen blicken deshalb sorgenvoll in die Zukunft. Die herrschenden, besser Ton angebenden Sozialingenieure in Parteien, Medien und Nichtregierungsorganisationen stellen sukzessive die Verhaltensweisen eines ehrbaren Bürgers auf den Kopf. Ein wichtiges Mittel ist die sogenannte „politische Korrektheit“. Das ist die Ideologie, die vorgibt, dass es in der …

„Den Feuerkampf gewinnt, wer schneller schießt und besser trifft“

Einige vorläufig Überlegungen zu Waffen – Sicherheit – Opfern  „Bewaffnen oder nicht bewaffnen?“, das ist hier die Frage. Wie hält es der Liberale mit der „Wumme“ für den Bürger? Gewaltmonopol und öffentliche Sicherheit Ausgangs- und Bezugspunkt ist das bestehende Gewaltmonopol des Staates. Die herrschende Realität gilt es mit Grundsatzfragen zu verknüpfen. Die Frage der Regulierung von Waffenbesitz in einem funktionierenden Rechtsstaat ist nicht moralisch begründbar, sonder allein rechtlich. Ein Staat kann nicht auf heteronomer Moral, …

Die Völkerwanderung

Ein Kommentar von Helmut Krebs Die Spätzeit des Römischen Reiches wird die Zeit der Völkerwanderung genannt. Die Römer nannten die Einwanderer Germanen. Es waren viele Stämme aus dem Norden, die einen Marsch nach Süden und nach Osten unternahmen, das Römische Reich wie Heuschreckenschwärme durchzogen und eine Spur der Verwüstung zurück ließen. Sie vereinigten sich zu Großstämmen (Vandalen, Kimbern, Ostgoten, Westgoten, Alemannen, Franken), weil die Wanderung in schlagkräftigen Heerscharen sie vor der militärischen Vernichtung schützte. Völkerwanderungen …