Mythos Soziale Marktwirtschaft

Entsprach die Soziale Marktwirtschaft jemals Erhards Intention?

Im nachfolgenden Denkanstoss gehe ich der Frage nach, ob die Soziale Marktwirtschaft jemals der Intention von Ludwig Erhard, dem Wirtschaftsminister, Bundeskanzler und Vater des Wirtschaftswunders, entsprochen hat. Skepsis ist angebracht. Es fehlte nicht nur ein klares Konzept. Vielmehr ist die Realisierung der Sozialen Marktwirtschaft mit zahlreichen fundamentalen Verstößen gegen zentrale Auffassungen Erhards und gegen liberale Prinzipien verbunden. Das vermeintliche liberaleWirtschaftswunder wies beträchtliche etatistische, durch Lobby-Interessen und staatliche Eingriffe gestaltete Zäsuren auf. Gleichwohl wäre Erhard heute als Wirtschaftsminister und Vizekanzler ein Segen.

Download als pdf: FFG_Working-Paper_200214_Erhard-Soziale Marktwirtschaft

Inhalt (15 Seiten)

Ludwig Erhards Einschätzung: verwirklicht!

Kennzeichen der Sozialen Marktwirtschaft: vages Konzept

Inkonsequente Realisierung der Sozialen Marktwirtschaft

(1) Zwangsanleihe der Konsumgüterindustrie 1951

(2) Gefälligkeitsstaat und Wirtschaftsstaat

(3) GWB von 1957 vom Lobbyismus durchlöchert

(4) Starker Staatseinfluss im Finanzsektor

(5) Relative Schwäche des BMWi

Zusammenfassende Bewertung

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Denkanstoss

"Am Anfang war das Wort und nicht das Geschwätz, und am Ende wird nicht die Propaganda sein, sondern wieder das Wort."

Gottfried Benn

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"Die Wahrheit hat nichts zu tun mit der Zahl der Leute, die von ihr überzeugt sind."

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"A king rules over willing subjects, a tyrant over unwilling. The institutions of a free society are designed to ward off those who would govern, not for their country but for themselves, who take account not of the public interest but of their own pleasure."

George Buchanan (1505-1582): Dialogue concerning the rights of of the Crown of Scottland, englische Übersetzung von 1799, London, 143.