Ein liberales Manifest

Die Zeit ist gekommen. Für Grundsätzliches. Für Grenzen ziehen. Für Klarheit. Einstehen für die Dinge die einem lieb, wert und teuer sind. Für mich steht Freiheit ganz oben und ein vom Bullshit gereinigter Liberalismus.

Ich freue mich sehr. Mein liberales Manifest ist ab sofort verfügbar. Sieben liberale Prinzipien stelle ich in den Vordergrund. Als Grundlage einer Ordnung der Freiheit rufe ich sie nicht nur wieder in Erinnerung, sondern stelle sie in unverblümt-engagierter Klarheit der heutigen klassenkämpferischen Kakophonie entgegen. Hinzu kommen viele Klarstellungen und Abgrenzungen, z.B. vom verbreiteten Scheinliberalismus, sowie einige Reformvorschläge.

In den letzten Jahren dominiert medial und praktisch ein allgegenwärtiger Etatismus. Die Corona-Politik ist nur die Spitze des sprichwörtlichen Eisbergs. Die bequeme Verstaatlichung unseres Lebens ist weder eine Einbahnstraße noch gut für uns und unsere Kinder. Wir können anders denken. Damit es mehr Menschen gut geht, müssen wir anders denken, um anders handeln zu können. Mein Manifest beginnt so:

Liberalsein ist en vogue. Liberal möchte heute fast jeder sein, zumindest weltoffen und tolerant. Wir leben doch in einer liberalen Gesellschaft. Na klar, oder? Was bedeutet liberal überhaupt? Dieses Manifest bietet Orientierung. Es enthält sieben Prinzipien, die den Kern eines konsequenten Liberalismus ausmachen. Zugleich kann man es als Plädoyer gegen allgegenwärtige Pseudoliberalität, gegen Befürworter eines allzuständigen Staates sowie gegen bevormundende Politik und Haltungsmoralismus in allen Lebensbereichen lesen. Wir Menschen wissen selbst am Besten, wie wir ein gutes Leben führen, und wir wissen es besser als jemand in einer Amtsstube oder in einer nicht-staatlichen Lobbyorganisation, die erfolgreich Kampagnen organisiert. Allerdings müssen wir die dafür benötigte Freiheit heute vielfach erst wieder zurückgewinnen.

Man kann dem Buch dies abgewinnen: Ein gelingendes Leben und ein gelingendes Zusammenleben ruhen auf sieben Prinzipien, zu denen Freiheit, Privatheit, Eigentum und die Gleichheit aller Menschen unter dem Recht gehören. Ohne die Achtung dieser Prinzipien ist auch ein gutes Zusammenleben in Nachbarschaft, Gemeinde und Stadt sowie in einer großen Gesellschaft und einer Nation, geschweige denn in Europa nicht dauerhaft möglich.

Manch einer wird es so lesen: Politik funktioniert derzeit über einen Mechanismus, der gut organisierte und wohlinformierte Teile der Bevölkerung begünstigt, während die passiven, nicht-informierten Bürger die Kosten tragen. Die Mietpreisbremse ist ein aktuelles Beispiel von vielen. All das folgt einer kurzfristigen statt einer langfristigen Sicht. Gegen diesen alltäglichen Zynismus politischer Praxis wendet sich das Buch. Es ist ein Plädoyer für Politik als eine öffentliche Angelegenheit, die klaren, überprüfbaren Prinzipien folgt und die nicht leichthin aus pragmatischen Gründen aufgeweicht werden.

Schließlich ist das Buch ein liberales Brevier, das echtes Liberalsein von Schein- und Lifestyle-Liberalen genauso abgrenzt wie von illiberaler Toleranz gegenüber vermeintlichen politischen Verbündeten. Ich zeige, warum es sich lohnt, zurück zu den Wurzeln zu gehen. Liberalsein ist im Kern zeitlos und muss nicht durch modische Wendungen zur Sozialdemokratie als positive Freiheit oder einen vermeintlich zeitgemäßen Liberalismus verwässert werden. Zugleich ist Wachsamkeit angebracht, sobald Liberalismus den Linken oder den Konservativen nahestehen soll oder diese gar als natürliche Verbündete angesehen werden. Unterschiedliche Begriffe sind dazu da, um unterschiedliche Inhalte zu benennen.

Das Buch

Ich freue mich sehr, dass Stefan Blankertz mein liberales Manifest in seine edition g aufgenommen hat. Stefan Blankertz ist ein wahrer Selbstdenker, Ideologiekritiker und Wortmetz. Er gestaltet sehr schöne Bücher, schreibt selbst viele und hat sich beim Cover gute Gedanken gemacht. Dieses ist die Alternative zu einer revolutionäreren Variante.

Auf der Rückseite ist mein Anliegen wie folgt kurz gefasst:

Das Hauptanliegen des Liberalismus ist: es soll den Menschen gut gehen. Zugleich hat konsequentes Liberalsein es schwer. Warum und was bedeutet liberal wirklich? Dieses Manifest bietet Orientierung. Sieben Prinzipien machen den Kern eines konsequenten Liberalismus aus. Jeder einzelne Mensch als Maß aller Dinge, Eigentum als Fundament unseres Handelns und Privatheit als gelebte Freiheit gehören genauso dazu wie ein Minimalstaat.

Die Perspektive dieses Manifests ist die klassisch liberale. Klarheit bringt die Abgrenzung von Konservatismus, Demokratie und Lifestyle Liberalismus. Skizziert wird das Gerüst einer klassisch liberalen Staatsreform. Liberalismus ist eine zeitlose Lösung für viele aktuelle Herausforderungen – und anspruchsvoll.

Literaturangaben:

Michael von Prollius: Ein liberales Manifest. Sieben Prinzipien und einige Klarstellungen, edition g. 124, BoD, Norderstedt 2021, 136 S., 10,00 Euro, ISBN-13: 9783753457703

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Kolumne Attack Titans

Große Themen und Gegner des Liberalismus (=> zur Kolumne)

Denkanstoss

"Der wahrhaft große Mensch ist der, der niemanden beherrscht und der von niemandem beherrscht wird."

Khalil Gibran (1883-1931)

Zeitlos

"Nur der Schwache wappnet sich mit Härte. Wahre Stärke kann sich Toleranz, Verständnis und Güte leisten."

Zilly Boesche-Zacharow

Zitat Zur Freiheit

"Läuft im Radio großartige Musik, ist das wie ein natürlicher subversiver Akt gegen die kontrollierten Nachrichten, die täglich von den Machthabern, den Werbefirmen, den Mainstreammedien, den Nachrichtenagenturen und den Wächtern des Status quo mit ihrer Geist, Seele und Lebenslust abstumpfenden Agenda über den Äther geschickt werden."

Bruce Springsteen