Gesellschaft
Gesellschaft

Mitläufer stabilisieren Herrschaft

Mitläufer stabilisieren Herrschaft 1940 enthüllte der nach England emigrierte Journalist Raimund Pretzel die Wahrheit über das nationalsozialistische Deutschland, besser sein tiefes Verständnis. Die scharfsinnige Analyse voller klarer Beobachtungen und kluger Überlegungen veröffentlichte der Emigrant unter seinem Pseudonym Sebastian Haffner, das er zeitlebens (1907-1999) beibehalten sollte. Haffner gilt als einer der herausragenden deutschen Publizisten der Nachkriegszeit. Jekyll & Hyde ist ein Soziogramm, eine innen- und machtpolitische, psychologische und soziologische Analyse des Dritten Reiches. Den britischen Lesern, …

Eleuthokratie – Denkanstoß zur Demokratie-Diskussion

Eleuthokratie, eine Freiheitsherrschaft, das könnte ein spannender Ansatz sein, um eine Debatte über verschiedene Staatsformen anzustoßen. Angesichts zunehmender Kritik am „System“ und „den Eliten“ liegen konstruktive Diskussionen über andere Staatsformen als die schlechteste, bis auf alle anderen, in der Luft. Die Diskussion ist für Spezialisten nicht neu. Anarchokapitalismus gibt es seit und mit Stefan Blankertz im deutschen Sprachraum. Die Privatrechtsgesellschaft ist mit Projekten zu Privatstädten verbunden. Robert Nef hat Nonzentralismus als Perspektive und Prinzip einer …

Jede Leistung des Staates beruht auf einem Verzicht des Volkes!

Der Staat besitzt nichts. Der Staat, das sind Politiker und Bürokraten in Bund, Ländern und Gemeinden. Alle staatlichen Leistungen, ob Kindergeld, Steuerbescheid oder Filmförderung, werden von uns Bürgern bezahlt. Der Staat nimmt uns das Geld über Steuern und Abgaben weg. Häufig gibt er uns oder unseren Nachbarn einen Teil davon direkt zurück z.B. Arbeitslosen, Häuslebauern oder Bauern. Allerdings versickert ein beträchtlicher Teil des Geldes zuvor in den Verwaltungen. Stets fehlt den Menschen dieses Geld, um …

Der Staat schädigt die freie Gesellschaft

– ursprünglich erschienen auf: DieBucht.Rocks –  Selten war ich politisch so enttäuscht wie nach dem Auftritt von Bundeskanzler Gerhard Schröder im Bundestag im März 2003. Der Genosse der Bosse hatte seine Arbeitsmarktreform vorgestellt, die heute als reformerischer Meilenstein unter dem Begriff Agenda 2010 in die Geschichte der Berliner Republik eingegangen ist und die letzte positive ordnungspolitische Anpassung seit eineinhalb Jahrzehnten darstellt. Warum war ich enttäuscht? Offensichtlich, weil ich naiv war. Ich hatte viel mehr erwartet. …

Bürgerliche Selbstorganisation versus Demokratie?

Das Rezensionsmagazin Sehepunkte kann ich uneingeschränkt empfehlen. Das breit gefächerte Angebot erstreckt sich auf Besprechungen von Büchern der Geschichtswissenschaften, gegliedert in Antike, Mittelalter, Neuzeit und Kunstgeschichte. Hinzu kommen Islamische Welten. Über Bürgerliche Netzwerke hat Daniel Watermann ein offenbar beachtliches Buch geschrieben. Den Wert der Arbeit legt Thomas Hertfelder in seiner Rezension dar. Watermann habe in seiner innovativen Studie mittels einer Netzwerkanalyse Sozialstruktur, Binnenbeziehungen und Verflechtungen sowie Interaktionen eines sich rasch ausbreitenden Vereinswesens in der Universitätsstadt …

Die Gesellschaft, nicht der Staat, ist das Problem

Leider haben wir keine andere Gesellschaft. Und daher haben wir den Staat, der der Gesellschaft entspricht. So ließe sich einmal anders argumentieren, weil Liberale ja mit gutem Grund die etatistische Manifestation des Elends kritisieren. Woran lässt sich die These festmachen? An einem Sportartikel! In seinem Kommentar zum Wechsel des Fußballspielers Neymar zu Paris Saint-Germain für über 200 Millionen Euro verwendet Joe Daniel gängige gesellschaftliche Mythen. Unter der Überschrift: „ranSicht: Fußball muss sich ändern – und …

Tief schürfende Philosophie leicht erzählt

Geschichten und Philosophie – verbunden, um das Beste aus dem Leben zu machen. Das gilt weniger in praktischer Hinsicht als für tiefe Lektüreeinsichten. Der Autor Michael Köhlmeier erzählt gekonnt und auf das Wesentliche komprimiert 12 antike Sagen, moderne Märchen und Geschichten, die jeweils anschließend vom Philosophen Konrad Paul Liessmann facettenreich und tiefschürfend eingeordnet, erläutert und gedeutet werden. Der aufmerksame Leser findet Antworten auf Grundfragen unseres Lebens, darunter auch seine ganz persönlichen.Die kongenialen Texte sind unter …