Bildung
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Für eine schlechtere Welt: Selbstschädigung durch antikapitalistische Ressentiments

Für eine schlechtere Welt: Selbstschädigung durch antikapitalistische Ressentiments Der Kapitalismus hat einen schlechten Ruf. Das Wort Kapitalismus ist in Deutschland ein diffuser Kampfbegriff, von der Masse abgelehnt, von einer Minderheit mit Leidenschaft verteidigt, z.B. von engagierten jungen Menschen nicht nur auf T-Shirts und Instagram-Posts. Ein Trend auf den Frank Schäffler bereits 2015 hinwies. Nach dem Edelman Trust Barometer 2020 hielten 55 Prozent der befragten Deutschen den Kapitalismus für schädlicher als nützlicher. Das war Teil einer …

Noch mehr Staat?

„Politik und Staat müssen sich ändern.“ Diesem Postulat kann man nur zustimmen. Reformstau, Bürokratisierung und Sklerotisierung, ungenügende Infrastruktur, Krisenversagen – Staatsversagen ist alltäglich und überall. 2020 haben Thomas Heilmann und Nadine Schön als Mitglieder des Bundestages zusammen mit vielen weiteren Abgeordneten und Experten 103 Vorschläge für einen NEUSTAAT vorgelegt. Das Ergebnis wird gepriesen: „Das Buch könnte der Anfang einer dritten Gründerzeit werden.“ schreibt Christian Miele, Präsident des Bundesverbandes Deutsche Startups e.V. Zusammen mit dem professionellen …

Meinungsfreiheit, unverzüglich, unverzichtbar

Novo-Argumente bieten einen Raum für Debatten. Die Redaktion aus freien Journalisten und Autoren eint der Wunsch, mit einem Debattenforum eine Rolle in der politischen Meinungsbildung zu spielen. Hier finden Aufklärung und Widerspruch, Selbstdenken und den Dingen auf den Grund gehen, Stellung beziehen und als selbstverantwortlicher Bürger auftreten eine Heimat. Ausgewählte Positionsbestimmungen illustrieren das in Form von Zitaten: “Widerspruch provozieren und Raum für Kontroversen bieten” “Möglichkeiten statt Grenzen, Fakten statt Vorurteile, Verbindendes statt Trennendes” “Gegen Volkserzieher, …

Priming von Zukunftsperspektiven

Priming von Zukunftsperspektiven Werden Schüler an deutschen Schulen mit reduzierten Perspektiven auf die Zukunft geimpft? Das scheint für die BRD und DDR gegolten zu haben und gilt noch heute. Interessanterweise geschieht das in Geschichtslehrbüchern. Die Basisnarrative, die in der Schule eingeübt werden, hat Sabrina Schmitz-Zerres in ihrer Dissertation „Die Zukunft erzählen. Inhalte und Entstehungsprozesse von Zukunftsnarrationen in Geschichtsbüchern von 1950 bis 1995“ untersucht – und zwar sowohl deren inhaltlich-thematische Ausgestaltung als auch den Zulassungsprozess bis zur Veröffentlichung. …

Kontra-intuitiv: Schule verbessert das Leben nicht

Kontra-intuitiv: Schule verbessert das Leben nicht Die Pandemie-Politik hat zum Ausfall von Unterricht, zu einer Verschlechterung der Vermittlung des Lernstoffs geführt. Vor allem sozial schwache Schüler leiden darunter. So lautet eine These, die noch dazu Billionen schwere Einkommensverluste für die zukünftigen Lebensjahrzehnte prognostiziert. Eine interessante empirische Untersuchung kommt nun zu einem gegenteiligen Schluss. Gregory Clark und Neil Cummins haben beim CATO Institute unter dem Titel Does Education Matter? die verlängerte Schulpflicht in England und Wales von 1919–1922, …

Markt für Bildung

Staatliche Bildung scheint alternativlos zu sein. Es gibt keine Debatte über Wettbewerb und Vielfalt, allenfalls die ritualisierten Klagen über den miesen Zustand von staatlichen Schulen, den Lehrermangel, schlechte Schülerleistungen, noch schlechtere Schülerleistungen und Gewalt an Schulen. Die Folge: Hilflose Forderungen nach mehr staatlichen Investitionen in die Bildung. Und natürlich Warnungen vor dem bösen Markt und der unweigerlichen Folge der totalen Verblödung der armen Schüler, weil die beim Kapitalismus keine Schule mehr finden. Kurz, der Bock …

Grenzenloser Wohlfahrtsstaat

Das berühmte Milchpreisbeispiel gehört zu den anschaulichsten Warnungen vor staatlichem Interventionismus, gerade wenn dieser gut gemeint ist. Es gibt Liberale, die halten das Diktum von Ludwig von Mises für überzogen oder überholt, letztlich werde der Staat gezwungen sein, alle Preise, alle Löhne, alle Zinsen zu bestimmen. Gibt es eine Grenze für den Wohlfahrtsstaat? Zwei aktuelle Beispiele aus Berlin: Bildungssenatorin Sandra Scheeres wurde im Radio befragt, warum sie Schulbücher in Berlin wieder vom Steuerzahler und nicht …

Buch des Monats

  (mvp) Bereits vor zehn Jahren kritisierte Konrad Paul Liessmann die der sogenannten Wissensgesellschaft zugrunde liegenden Irrtümer und plädierte für eine Wiederbelebung der Bildung. Schlimmer noch als einst Theodor Adornos Diagnose einer grassierenden Halbbildung bewege sich die Gesellschaft heute mangels „jeder synthetisierenden Kraft“ und zahllosen fehlgeleiteten Reformen und Moden in Richtung Unbildung. Der Wiener Universitätsprofessor für Philosophie vertritt in seiner engagierten Denkschrift beileibe keinen kulturpessimistischen Standpunkt. Wer auf der Suche nach dem ist, was Bildung …

Unartige Beobachtungen zum deutschen Alltag

Harald Martenstein: Die neuen Leiden des alten M. Unartige Beobachtungen zum deutschen Alltag, C. Bertelsmann Verlag, 3. Aufl. München 2014, 204 S., 16,99. Wer den ewiggleichen politisch korrekten Äußerungen entkommen möchte, dem seien die unartigen Beobachtungen von Harald Martenstein empfohlen. Ein Fülle pointierter kurzer Texte, die zwischen 2012 und 2014 in der ZEIT und dem TAGESSPIEGEL erschienen sind, ist in dem handlichen Buch versammelt. Von der Sargpflicht über Toiletten in Kreuzberg, Schönheitswettbewerbe, Jungs, Väter, Mütter, Männer, …

Bildungsvielfalt statt Bildungseinfalt

Download als pdf: FFG_150620_Bildungsvielfalt Bildung ist in Deutschland und Europa eine Selbstverständlichkeit – zugleich eine politische Dauerbaustelle, die in ihren Grundfesten nur wenig hinterfragt wird. Die nachfolgende perspektivische Analyse (die auf einem Vortrag beim Liberalen Institut, Zürich, beruht) öffnet den Raum für Alternativen zum bestehenden. Ausgehend von der Frage, was Bildung eigentlich ist und wie Bildung erfolgen kann geht es im Schwerpunkt um den zentralen, vernachlässigten Aspekt des Koordinationsproblems (knapper Ressourcen).Die Zukunft liegt in mehr privater …

Für autonome Schulen

Grundriss zu einer Liberalisierung des allgemeinbildenden Schulwesens von Helmut Krebs Download des Textes hier. Aufgabe dieses Textes ist es, für eine Liberalisierung des heutigen staatlichen allgemeinbildenden Schul­sy­stems ein Nahziel zu formulieren. Auch wenn die Verwirklichung viele Jahre und Jahrzehnte erfordern dürfte, handelt es sich dennoch um ein Nahziel, weil die Veränderungen am heutigen System anknüpfen und dieses unter den vorhandenen Bedingungen einen ersten Schritt in Richtung eines liberalisierten Schulsystems verändern werden. Der untersuchte Gegenstand wird …